Namen wie Pöting, Eitel und Müller-Weingarten sind mit der Geschichte von MAE eng verbunden. Von der Mitte der 1930er bis in die Mitte der 2010er Jahre tauchen diese Namen immer wieder auf und haben die MAE-Group, wie sie heute existiert, teilweise maßgebend geprägt. Wer weiß, wie sich die MAE entwickelt hätte, hätte es diese Begleiter nicht gegeben.
Pöting - Einstieg in den Maschinen- und Anlagenbau
Entscheidend für die dynamische Entwicklung von MAE in den Anfangsjahren war, 1937, der Beginn der Zusammenarbeit mit der Walter Pöting OHG aus Hagen. Walter Pöting entwickelte Anlagen zur automatischen Herstellung von Massenhohlglasartikeln wie Getränke- und Medizinflaschen. Hierfür fertigte MAE Komponenten und übernahm die Montage der Anlagen. Über viele Jahre erzielte MAE damit rund die Hälfte seines Umsatzes und konnte auf dieser Grundlage sein eigenes Maschinenbauprogramm entwickeln.
Durch Konzentrationsprozesse, wie auch die Verlagerung der energieaufwendigen Glasindustrie, und nicht zuletzt durch das Ersetzen von Glasprodukten durch Kunststoffvarianten, sanken die Umsätze der zwischenzeitlich umfirmierten Pöting KG seit Ende der 1980er Jahre beständig, sodass 2005 mit der Liquidation der Pöting KG eine fast 70 Jahre währende Erfolgsgeschichte endete.
Endete? Nicht ganz! Bis heute verkauft MAE Ersatzteile, die zum Teil auch nach Originalzeichnungen angefertigt werden, für die bis heute noch immer in voller Produktion laufenden Pöting-Anlagen.
Eitel - Ein wichtiger Grundstein für den heutigen Erfolg
Anfang der 1950er Jahre entwickelte Konstrukteur und Firmengründer Hans Georg Eitel Hydraulikpressen in Düsseldorf, die zum Teil von MAE montiert wurden. Als Eitel 1956 seinen Firmensitz nach Karlsruhe verlegte, übernahm MAE einen leitenden Konstrukteur und entwickelte fortan ein eigenes Hydraulikpressen-Programm für diverse Anwendungen. In den folgenden Jahren ergab sich so zwischen MAE und Eitel eine lebhafte Konkurrenz um die besten Ideen, patentrechtliche Auseinandersetzungen mit eingeschlossen. 1977 musste Eitel, trotz erfolgreicher Produkte, Konkurs anmelden, was MAE die Möglichkeit bot, in laufende Projekte einzusteigen und Kontakte zu wichtigen Handelsvertretern im In- und Ausland zu knüpfen.
Die Müller-Weingarten AG erwarb das Eitel-Richtpressen-Programm aus der Konkursmasse und vertrieb die Maschinen eine Zeit lang unter eigenem Namen. 1991 übernahm MAE dann den Service für die Eitel-Pressen und archivierte darüber hinaus auch den gesamten Bestand technischer Zeichnungen in Erkrath, bis heute.
Nach Amerika ausgewandert, gründete Eitel im "Deer Lake Industrial Park" in Orwigsburg, Pennsylvania die Firma Eitel Presses, Inc. 1997 gründete man in der Schweiz eine Niederlassung, Eitel Presses International, und konkurrierte erneut heftig mit MAE um den europäischen Markt. MAE behauptete sich jedoch und übernahm nach dem Konkurs von Eitel Presses International einen Großteil der Belegschaft und beließ Herrn Singer, nun als Geschäftsführer der neu gegründeten MAE.ch, im Amt.
Ein letztes Mal kreuzten sich die Wege von MAE und Eitel Presses 2013/2014, was diesmal mit dem Kauf der Eitel Presses, Inc. durch MAE endete. Fortan schien es für alle Beteiligten erfolgversprechender zu sein, die erheblichen kreativen Potenziale zu bündeln und die daraus resultierenden Gewinne besser in kundenorientierte Lösungen zu investieren, statt sich weiterhin aufzehrende Konkurrenz zu bieten. So bietet die MAE-Eitel, Inc. ihren Kunden in Nordamerika heute das Beste aus zwei Welten: Die bekannten und insbesondere in den USA weit verbreitenden Eitel-Pressen, ergänzt um die wegweisenden Technologien in den Branchen "Richten" und "Bahntechnik" aus dem Hause MAE.
China - Der erste Schritt zur MAE-Group
Die Übernahme von Eitel Presses vervollständigte die zwei Jahre zuvor begonnene Erweiterung der MAE Maschinen- und Apparatebau Götzen GmbH zur MAE-Group. 2012 hatte man mit der MAE Machine (Beijing) Co., Ltd. bereits eine eigene Niederlassung in China gegründet.
Die seit Jahren lebhafte, positive Entwicklung der asiatischen Märkte ließ es geboten erscheinen, direkt in China mit einer eigenen Niederlassung vertreten zu sein, um von dort aus mit motivierten, von MAE gut ausgebildeten, einheimischen Servicetechnikern und Vertriebsprofis unmittelbar für die Kunden vor Ort da zu sein.